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Jugendarbeit in der DLRG Ortsgruppe Munster


Die Jugendarbeit ist ohne Frage die wichtigste in jedem Verein, denn ohne Jugend – keine Zukunft. Das hatte man in der DLRG auch gleich erkannt und deshalb gehört zum Vorstand immer ein Jugendwart.
Diese Aufgabe hatte bei der Gründung der DLRG Ortsgruppe Munster Gunther Kabitzsch übernommen.
Er hatte damals noch kein DLRG- oder Jugendheim, kein Frei- oder Hallenbad und auch kein Schulschwimmbecken zur Verfügung.
Trotzdem fand er immer Wege und Möglichkeiten, seine Jungen und Mädchen zu begeistern. Man unternahm Wanderungen, ging gemeinsam zum Schwimmen, was meistens mit einem größeren Anmarschweg verbunden war.
Man saß am Lagerfeuer und fuhr im Sommer ins Ferienlager nach Pelzerhaken. Hier in Pelzerhaken stand das DLRG – Jugend- und Schulungsheim „Fritz Schulze“, das bis zu 850 Jugendliche in festen Unterkünften oder Zelten beherbergen konnte. Es lag direkt am Sandstrand. Man konnte Burgen bauen, Ball spielen und ohne Schwierigkeiten Bälle wieder aus dem Wasser holen, denn der Strand glitt so sanft in die Ostsee, dass sogar für Nichtschwimmer keine Gefahr bestand.
Das Freizeitangebot war recht gut. Man konnte paddeln, segeln, schwimmen, Ausflüge und Fahrten mit Fischkuttern und Segelbooten unternehmen und vieles andere mehr.
1959 wurde Gunther Kabitzsch nach 13jähriger Tätigkeit von Heinz Lange abgelöst.
1962 folgte Karl Berger jun., der bereits ein Jahr später die Jugendarbeit in die Hände von Fritz Flade legte.
1964 wechselte die Kreisgruppe den Ferienort. Es ging von jetzt an fünf Jahre hintereinander nach Priwall / Travemünde. Wen wunderte es, dass es wieder an die See ging, die DLRG brauchte ganz einfach die Nähe des Wassers.
Das Freizeitangebot konnte durch die Nähe des Hafens und der Stadt erweitert werden. Leider waren Wanderungen immer nur in eine Richtung möglich, denn in unmittelbarer Nähe zog sich der Grenzzaun zur DDR quer über den Priwall.
Als Fritz Flade 1965 2. Vorsitzender der Kreisgruppe Munster wurde, führte Uwe Körner die Jugendarbeit weiter.
1969 fand wieder ein Ortswechsel für das wichtigste Ereignis im Jahr statt. Ins Ferienlager ging es diesmal nach Kiel Kahlenberg. Die Leitung lag in der Hand von Fritz Flade. Inzwischen waren die Ansprüche gestiegen, man besuchte sogar schon die Disco.
Fahrten mit dem Fischkutter, zum Marinedenkmal Laboe, Wanderungen zum 3 km entfernten Olympiahafen Schilksee und so mancher Lagerfeuerabend machten den Aufenthalt in Kahlenberg unvergesslich.
Im Dezember 1969 übernahm nach einer Jugendversammlung im Kaiserhof Walter Sobczak die Aufgaben des Jugendwartes.
Die erste und vornehmste Aufgabe der neuen Jugendgruppe, so Vorsitzender Enno Meyer, sollte es sein, die 10 Tage später stattfindende Weihnachtsfeier zu gestalten.
Es gelang, denn die ca. 20 Kinder und Jugendlichen waren mit Begeisterung dabei und schafften es, an zwei Übungsabenden von je 2 Stunden, ein Programm auf die Beine zu stellen, das sich sehen lassen konnte: ein Volkstanz wurde vorgeführt, eine Weihnachtsgeschichte verlesen, drei Weihnachtsgedichte vorgetragen und vier Weihnachtslieder gesungen, von Blockflöten, einer Geige und einem Akkordeon begleitet. Weihnachtsfeiern wurden in diesen Jahren im Schützenhaus ( heute Festhalle ) veranstaltet und von der stolzen Anzahl von 300 – 400 Personen besucht.
Für die anschließend regelmäßig durchgeführten Gruppenabende am Freitag wurde das ESV – Heim angemietet, bis 1970 die Stadt Munster Räumlichkeiten im Jugendheim am Osterberg zur Verfügung stellte.
Die Jugendgruppe wuchs rasch und wurde somit in zwei Altersgruppen unterteilt: 6 – 12 Jahre und 13 Jahre und älter.
Durch die Bereitstellung der Räumlichkeiten war es möglich, eine Bastelgruppe auf die Beine zu stellen.
An den Gruppenabenden wurde gespielt, getanzt, diskutiert oder Ausbildung für Schwimmscheinprüfungen und Rettungswache betrieben.
Zu Ostern ging´s gemeinsam mit einer anderen Ortsgruppe in die Jugendherberge nach Fallingbostel, zu Pfingsten zur seelischen Vorbereitung auf das sommerliche Ferienlager mit dem Zelt nach Kahlenberg. Der Höhepunkt war wie in jedem Jahr, das Ferienlager.
Die Jungen und Mädchen hatten die Möglichkeit, über ihr Programm mit zu entscheiden. In einem Lagerparlament wurden alle lagerinternen Programmpunkte durchdiskutiert und beschlossen. Das Parlament bestand aus den Betreuern ( pro Stube oder Zelt einer ), den Zelt- oder Stubensprechern und dem Lagerleiter. Neben den allgemeinen Aktivitäten wurde eine Lagerkirmes veranstaltet. Holz- und Metallbearbeitungswerkzeuge gehörten zur Ausrüstung und so wurden mit erstaunlich viel Geschick Stände und Buden gebaut.
Ein Lagerfeuer, zu dem die anderen Gruppen des Lagers eingeladen wurden, war der Höhepunkt eines jeden Lagers. Jede Stuben oder Zeltbesatzung gab einen Sketch oder eine Vorführung zum Besten, es wurde gesungen, um das Lagerfeuer getanzt und danach ließ man den Abend am herunter gebrannten Feuer langsam ausklingen.
In den Wintermonaten, wenn kein Rettungsvergleichswettkampf auf dem Plan stand, wurden Hand- und Fußballturniere veranstaltet, zu denen die Ortsgruppen des Bezirkes eingeladen waren.
1974 veranstaltete die Ortsgruppe Munster zwei Ferienlager. Fritz Flade fuhr mit einer 20köpfigen Gruppe nach Kahlenberg, Walter Sobczak verbrachte mit 42 Kindern und Jugendlichen zwei Wochen in Borgwedel an der Schlei.
1975 war das vorerst letzte Ferienlager der Ortsgruppe Munster in Kahlenberg. Die Jungen und Mädchen hatten aber Gelegenheit, ihre Ferien in einem Lager des DLRG-Landesverbandes Niedersachsen in Lenste zu verbringen.
1977 nahm eine Munsteraner Gruppe geschlossen an einem Ferienlager des Landesverbandes in Skelde / Dänemark teil, weil die Leitung in den Händen von Walter Sobczak und Ele Kröger, die zu diesem Zeitpunkt dem Landesjugendvorstand angehörte, lag.
Im gleichen Jahr übernahm Jörg Helms die Geschäfte des Jugendwartes, gab sie 1978 an Ele Kröger weiter. Die Jugendarbeit wurde wie vorher beschrieben weiter.
1981 konnte die Ortsgruppe Munster wieder mit einem eigenen Ferienlager aufwarten, geleitet von Ele Kröger und Walter Sobczak. Ele führte 1982 und 1983 die vorerst letzten Ferienlager der Ortsgruppe auf dem Priwall durch.
Inzwischen hatte Wolfgang Ditmer 1980 die Asufgaben des Jugendwartes übernommen, sie aber bereits ein Jahr später an Wolfgang Ripke übergeben.
Als Friedhelm Wirtz 1984 in die Jugendarbeit einstieg, fand er optimale Bedingungen vor. Am 1. Juni 1984 hatte die Stadt das DLRG-Heim am Flüggenhofsee an die Ortsgruppe übergeben.
Man war nun nicht mehr abhängig von einer stundenweisen Bereitstellung von Räumen, man konnte jetzt großzügiger planen.
Fünf Jahre veranstaltete „Freddi“ Pfingstlager, organisierte Feten und Gruppenabende, Fahrten ins Badeland nach Wolfsburg  …….. und wurde dann (dieses Schicksal teilte er mit vielen Soldaten) ins Rheinland versetzt.
Wolfgang Ziemer sprang gleich in die Bresche und nahm seinen Platz ein. Er betrieb Jugendarbeit bis 1993, wobei er seine Schwerpunkte auf das Schwimmen legte.
1993 nahm Stephan Schulz das Ruder in die Hand, führte sie im Sinne seines Vorgängers weiter und übergab sie 1994 an Nicola Sobczak.

Jugendarbeit heute    ( 1996 )

Die Jugendgruppe der DLRG Ortsgruppe Munster trifft sich jede Woche am Dienstagabend im DLRG-Heim am Flüggenhofsee.
Es wird nicht nur Ausbildung betrieben, sondern auch mal gemütlich zusammen gesessen, diskutiert, gespielt und auch gegessen. Hier werden unter anderen auch die Jugendveranstaltungen geplant, die das ganze Jahr über durchgeführt werden.
Der Auftakt unseres Jahres ist die Faschingsfeier mit Kostümwettbewerb und viel Spielen und Gaudi, an der in der Regel 30 - 40 Kinder teilnehmen.
Weiter geht es mit der Wasserdisco, die wir als Ostereierschwimmen durchführen, bei der die Kinder nach ihren Ostereiern tauchen. Hier dürfen sie dann in voller Montur ins Wasser springen, ihr Wasserspielzeug mitbringen und sich bei fetziger Musik auf großen Treckerschläuchen vergnügen.
Als weiteren Abschluss der Hallenbadsaison führen wir Anfang Mai in jedem Jahr eine Fahrt ins Badeland nach Wolfsburg durch, an der in diesem Jahr 70 Kinder teilnahmen. Nicht nur die Kinder haben immer sehr viel Spaß an dieser Fahrt, auch die Betreuer kommen voll auf ihre Kosten.
Das Schützenfest ist ebenfalls eine große, spaßige Aktion für alle kleinen und großen Aktiven. Vom Waffeln backen in der Stadt, über Schlauchboot fahren auf dem Mühlenteich, Bauen und Schmücken des Festwagens und Marschieren beim Schützenumzug ist für jeden etwas dabei !
Nach den Sommerferien geht es dann weiter mit dem Volleyballturnier der Bezirksjugend, bei dem wir auch im letzten Jahr viel Spaß hatten und gute Ergebnisse erzielten.
Als nächstes kommt dann die Einstimmung auf die Hallenbadsaison, die Wasserdisco. Die Jungen und Mädchen vergnügen sich wiederum mit Schwimmgeräten und Treckerschläuchen, mit allem, womit man im Wasser Spaß haben kann.
Bei unserem Laternenumzug zum Jahresende passen wir uns mit heißem Kakao, Glühwein und Brezeln der Jahreszeit an. Die Teilnehmerzahl belief sich bislang auf ca. 60 Kinder und Erwachsene, die den Flüggenhofsee mit ihren Laternen in einem gespenstischem Licht erscheinen ließen.
Kurz vor dem Jahreswechsel fahren wir noch einmal mit den Kindern ins Aquadrom nach Bremen. Dieses Tropenbad bietet viele Möglichkeiten der Unterhaltung, so dass alle noch lange an diesen Tag zurückdenken.
Bei der letzten Wasserdisco des Jahres, kurz vor Weihnachten, kommt uns dann noch einmal der Weihnachtsmann besuchen, tobt eine Runde mit und beschert den Kindern eine große bunte Weihnachtstüte. Hoffentlich kommt er dieses Jahr wieder !!
Doch die wohl größte und aufregendste Veranstaltung für unsere älteren Kinder und Jugendlichen ist das Landesjugendtreffen der DLRG. Im letzten Jahr hatten wir dort mit 20 Munsteranern unter 2500 Teilnehmern eine Menge Spaß. In den 3 Tagen, in denen wir in Nienburg in Klassenräumen untergebracht waren, vergnügten wir uns mit Basteln, Schwimmen, Live - Bands, Natur + Umwelt entdecken und erleben, Volleyballturnier, Kino und Disco.
Das schönste daran war allerdings man lernte eine Menge Leute kennen und schloss Freundschaften. Wir freuen uns schon auf das nächste DLRG - Landesjugendtreffen, dann vom 11. bis 13. Oktober 1996 in Bersenbrück. Solltet ihr Lust und Interesse haben, mitzufahren, meldet Euch bei mir.

Eure Nicola Sobczak

 

DLRG-Ferienlager immer eine Reise wert !

von Maria-Elisabeth Carl ( bekannt als Ele Kröger )
Ich weiß gar nicht mehr wann es los ging, war ich 10 oder war ich schon 12 Jahre alt?
Jedenfalls erinnere ich mich gern an all die vielen Ferienlager, in die ich gefahren bin.
Mein erstes Lager war Kahlenberg, damals mit  Fritz Flade und Lothar Meyer.
Die Jungs in Zelten, die Mädchen in festen Unterkünften, Plumpsklos zum Putzen und eine ganz tolle Ostsee in der Nähe von Schilksee.
Damals war da noch kein Olympiahafen, der Trubel hielt sich in Grenzen, nur gesegelt wurde dort schon immer.
Laboe besuchen gehörte in Kahlenberg genauso zum Programm wie Bootfahren, Lagerolympiade, Basteln, Wandern, Lagerfeuer und viele, viele andere Aktivitäten.
Und wie es sich für Wasserfrösche gehört: es wurde viel gebadet und es gab dabei nie Schwierigkeiten mit der Wache, einer hatte immer Zeit dafür.
Und wer von uns Lagerkindern hat sich nicht in einer der Lagerzeitungen wie „Alleswisser“, „Kahlenbild“ oder „Priwillianer“ verewigt.
Dabei lernte man mit Matritzen umzugehen, Fotos zu machen oder auch nur das Schreibmaschinen-ein-finger-such-system.
Ich weiß nicht mehr wie viele Kisten und Kartons vor jedem Lager gepackt werden mussten, aber es war eine Heidenarbeit und es machte grundsätzlich schon drei Wochen vorher Spaß, alles vorzubereiten.
Schließlich sollte es ja auch bei schlechtem Wetter ein guter Ferienspaß werden. Also wurde alles für Makramee-, Schmelzgranulat-, Emallie- oder Kleister- und Malerarbeiten eingepackt. Wie viel Material dafür im Laufe der Jahre von den Lagerleitungen zusammengetragen wurde, war schon erstaunlich. Walter Sobczak baute dafür eigens Schränke, damit das alles bestens auf einem Anhänger transportiert werden konnte und im Lager gleich griffbereit war.
Und wir Kinder fanden die Wochen herrlich, egal ob der Ort Kahlenberg, Borgwedel, Priwall, Lenste oder Skelde hieß.
Eine tolle Programmpalette wurde jedes Jahr neu aufgelegt, auch wenn Abwaschen oder sogar Kochen mit auf dem Tagesplan erschien.
Stellvertretend sei zum Abschluss unser Gästebucheintrag von 1975 in Kahlenberg hier wiedergegeben:


Die Munsteraner, ein lustiges Völkchen

hatten in diesem Jahr am Himmel kein Wölkchen.

Bei Tanzen und bei Tunnelrennen

lernten sich Jungen und Mädchen recht schnell kennen.

Sie badeten und sonnten und fühlten sich wohl

und stürzten heißhungrig sich auch auf den Kohl,

denn für´s leibliche Wohl mit Routine

sorgte wie immer Tante Biene.

Leider verging die Zeit wie in Fluge

und wir kamen kaum richtig zum Zuge,

denn bei fröhlichem Spiel und Gesang

wurde uns die Zeit nie lang.

Und zwei Wochen hier fürbaß

brachten auch ´ne Menge Spaß.

Doch kaum eingelebt, oh Graus,

war das Lager schon bald aus.

Schnell die Sachen zusammengelegt

und sich in Richtung Heimat bewegt.

Beim Abschied war uns allen so schwer,

denn es gefiel hier jedem sehr,

und im Aufbruchtumult hörte man manchen Schrei:

„Im nächsten Jahr bin ich wieder dabei.“

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