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75 Jahre DLRG Ortsgruppe Munster

gegründet am 10. Juli 1946

Nach den Wirren des zweiten Weltkrieges ging man daran, aus dem Barackenlager Munster wieder eine Gemeinde zu schaffen und sie mit Leben zu erfüllen.

Dazu benötigte man Vereine, denn die waren und sind es, die immer wieder Impulse für das Zusammenleben in einer Gemeinde geben.

So fanden sich am 10. Juli 1946 einige beherzte Männer und Frauen  zusammen und gründeten die DLRG Ortsgruppe Munster-Lager.

Die Gründungsmitglieder waren Fritz Schulze, Enno Meyer, Heinz Engelke, Ingeborg Weidemann, geb. Gottlieb, Gunther Kabitzsch, Walter Sauer und Karl-Alfried Rokahr.

Ein beheiztes Schwimmbad gab es natürlich noch nicht, aber in und rings um Munster gab es genügend Wassertümpel und -teiche, die man für die Schwimmausbildung nutzen konnte.

Da waren der Feuerlöschteich in Munster, das Militärfreibad, das Ende der 60er Jahre abgerissen wurde, die alte Militärbadeanstalt im Örtzetal, die 1915 von Kriegsgefangenen gebaut wurde und heute nur noch ein morastiger Tümpel ist und die Böttcherteiche in Breloh. Man marschierte noch geschlossen zur Ausbildung mit der DLRG-Fahne vorweg.

 

Durch die Gründung der Bundeswehr ergab sich die Möglichkeit, ab 1957 einen Teil der Rettungsschwimm- und sonstigen Ausbildung im Bundeswehr-Hallenbad Faßberg durchzuführen, man war aber weiterhin auf die Teiche angewiesen.

 

1958 konnte Munster die ersten Lehrscheininhaber beglückwünschen.

Weil der Nachweis der Schwimm- und Rettungsausbildung für den Besuch vieler Lehrgänge bei der Bundeswehr vorgeschrieben war, waren die Lehrscheininhaber der DLRG unentwegt im Einsatz.

1960 wurde in Munster das Freibad am Osterberg eröffnet.

Die Kinder und Jugendliche konnten nun ihre Freizeit in einem bewachten Becken genießen und auch die Bedingungen für die Schwimmausbildung hatten sich weitgehend verbessert.

 

Durch den Bau des Schulschwimmbeckens in der Süllbergschule 1961 konnte nun auch im Winterhalbjahr Anfängerschwimmausbildung betrieben werden, so dass bis zu 50 Kinder das Seepferdchenabzeichen erwerben konnten.

 

 

Im Sommer fuhren Jungen und Mädchen ins Ferienlager an die Ostsee. Ein alter Marinestützpunkt in Pelzerhaken diente von 1953 bis 1964  als Feriendomizil.

1965 gab es einen Ortswechsel. Der neue Ferienort hieß für die nächsten 4 Jahre „Priwall“.

Der Mitgliederbestand war inzwischen auf 700 angewachsen.

Die Arbeit der DLRG boomte. Durch die Bundeswehr kamen immer mehr neue Soldaten nach Munster. Durch den staatlich geförderten Wohnungsbau konnten viele Soldaten jetzt ihre Familien nachkommen lassen, und damit eine ganze Reihe von Kindern, die die Gruppen in der Anfängerschwimmausbildung füllten.

Weil immer mehr Ausbilder benötigt wurden, führte man vor Ort Lehrscheinlehrgänge durch.

Die Mitgliederzahl war inzwischen auf 700 angewachsen.

 

1969  gab es wieder einen Ortswechsel. Von jetzt an ging es für sieben Jahre nach Kiel-Kahlenberg, direkt an den Ostseestrand.

 

1970 bekam Munster ein eigenes Jugendheim am Osterberg (später Sozialstation und DRK-Heim ), in dem den Jugendgruppen der Stadt nun stundenweise Räume für Gruppen- und Bastelabende zu Verfügung standen.

1974 war die Nachfrage nach Plätzen für das Ferienlager so groß, dass neben Kiel-Kahlenberg eine Jugendherberge in Borgwedel an die Schlei angemietet werden musste.

 

In den Wintermonaten , wenn keine Schwimmwettkämpfe stattfanden, wurden Hand-, Volley- und Fußballturniere für die Bezirksjugend veranstaltet.

 

1977 bis 1980 ging es in Ferienlager des DLRG LV Niedersachsen nach Skelde in Dänemark und Lenste an der Ostsee.

 

1981- 1983 führte die OG wieder eigene Ferienlager auf Priwall durch.

1993 ging es in den Harz nach Torfhaus und von

1997 bis 2004 ins Zeltlager nach Schillig an der Nordsee.

2005 gab es wieder einen Abstecher nach Kiel-Kahlenberg.

Seit 2010 gibt es wieder eigene Ferienlager der Ortsgruppe in Boltenhagen an der Ostsee und Cuxhaven.

1971 bauten die OG am Baggersee im Südseecamp in Wietzendorf eine Wachstation auf, die an den Wochenenden  mit einem  Lehrscheininhaber und  vier  Rettungsschwimmern besetzten wurde. Ab 1974 bis Anfang der 90er Jahre wurde sie wechselseitig von den OG Munster, Soltau und Hermannsburg besetzt.

Da rings um Munster keine Wachstation zu besetzen war und immer noch nicht ist, stellen sich die Rettungsschwimmer für Rettungswachen an Nord- und Ostsee zur Verfügung.

 

1972 wurde Peter Krumbiegel nach 2 Jahren Ausbildung der 1. Rettungstaucher im Kreis Soltau und blieb es über mehr als zwei Jahrzehnte. Hier die wichtigsten seiner Einsätze:

2 Leichenbergungen im Südseecamp Wietzendorf, Bergung eines PKW aus dem Flüggenhofsee, Vermisstensuche im Silbersee Dethlingen, Staumauerbau beim Bruch des Elbeseitenkanals und

Bergung eines Kampfpanzers aus dem Tiefwatbecken an der Tribüne, Truppenübungsplatz Munster Süd.

 

Im gleichen Jahr wurde auch das Bundeswehr-Hallenbad eröffnet und stundenweise für die Zivilbevölkerung frei gegeben. Jetzt konnte auch im Winter Ausbildung betrieben werden. Die Sonntags- gruppe wurde gegründet.

In der Gruppe werden Kinder und Jugendliche, angefangen bei Seepferdcheninhabern, in verschiedenen Gruppen auf das nächste Schwimm- oder Rettungsabzeichen vorbereitet. Im Jahresdurchschnitt nehmen am Sonntag ca. 70 Kinder und Jugendliche teil.

Freitagstraining: wurde zunächst im Bw-Hallenbad, später auch im Freibad durchgeführt. Inzwischen findet das Training aus organisatorischen Gründen montags für die unterschiedlichen Leistungsgruppen statt.

Brigadeschwimmausbildung fand montags und mittwochs für Soldaten statt, die die Rettungsabzeichen für ihre Laufbahn brauchten.

Mitte der 70er Jahre hatte die Ortsgruppe mit 915 Mitgliedern den höchsten Mitgliederstand.

In den folgenden Jahren wurden einige Schwimmveranstaltungen durchgeführt wie z.B. Volksschwimmen 1974 zusammen mit der SVM.

Das Hauptaugenmerk lag aber auf der Anfänger-, der weiterführenden Schwimmausbildung und nicht zuletzt auf der Jugendarbeit. Man trainierte, nahm an Rettungsvergleichswettkämpfen des Bezirks und anderer Ortsgruppen teil, veranstaltete Ortsmeisterschaften und fuhr je nach Qualifikation zu DLRG – Landesmeisterschaften.

1978 klinkte sich die Ortsgruppe ins Kinderferienprogramm ein mit Schlauchbootfahren auf der Ilmenau. Später wurden die Schlauchbootfahrten durch Schnuppertauchen im Allwetterbad abgelöst.

1981 bekam die OG einen ca. 30 m2 großen Raum im Haus am Flüggenhofsee, 1984 das ganze Haus. 1986 brannte das Haus ab, wurde 1987 aber wieder aufgebaut.

  1. gründete Rainer Pukall als begeisterter Taucher die Tauchgruppe, die sich rasant entwickelte und bis zu 65 Taucher umfasste.  Damit war sie der größte und personell am stärksten besetzte Taucherstützpunkt des DLRG- Bezirks Lüneburger Heide.

Die Taucher waren unter anderem beteiligt an einer Leichenbergung im Flüggenhofsee, Leichensuche in der Ilmenau, bei Deichbrüchen und Deichsicherungen bei allen Elbehochwassern und bei Umweltschutzeinsätzen.

Als schnelle Tauchereinsatzgruppe war sie im Katastrophenschutz des Landkreises eingebunden und verfügte über 2 Lehrtaucher und Tauchlehrer, 6 Einsatztaucher, 2 Taucheinsatzführer und

8 Lehrscheininhaber und Übungsleiter

 

1984 wurde das DLRG-Heim von der Stadt Munster an die OG übergeben. Damit waren optimale Vorraussetzungen für Jugendarbeit und theoretische Ausbildung geschaffen.

 

1985 wurde die Warmwasser-Gymnastikgruppe ins Leben gerufen, die bis heute noch besteht.

 

Arbeit auf Bezirks- und Landesebene

Viele Mitglieder der OG arbeiteten aber nicht nur auf Ortsebene, sondern engagierten sich auch auf Bezirks- und Landesebene.

Am 12. Mai 1949 entstand durch Zusammenlegung der Bezirke Soltau und Lüneburg der DLRG-Bezirk Lüneburger Heide, dessen  1. Vorsitzende mit einer Unterbrechung immer von Munsteranern gestellt wurden. Und nicht nur die Vorsitzenden wurden von Munster gestellt. Viele andere Mitglieder arbeiteten auf Bezirks- und auch auf Landesebene mit: als Techn. Leiter, Schatzmeister, als Bezirksjugend-Vorsitzende und anderen Funktionen.

 

1990 wurde die OG ein eingetragener Verein und heißt seitdem „DLRG Ortsgruppe Munster e.V.“.

 

1996 wurde das DLRG-Heim neugestaltet und ist seitdem auch äußerlich als DLRG-Heim erkennbar. Inzwischen wurde eine Küche eingebaut, der Taucherraum ausgebaut, eine Garage für das Rettungsfahrzeug erstellt und daneben steht jetzt ein Carport für den 9-Sitzer-Bus.

 

Im August 1996 fand die 50Jahr-Feier der Ortsgruppe im und um das DLRG-Heim statt mit einem großen Programm für alle Altersgruppen.

 

Für die Senioren, die aus Alters- oder Gesundheitsgründen nicht mehr in der Schwimm- und Rettungsausbildung eingesetzt werden konnten, wurde im November 1999 die DLRG-Seniorengruppe gegründet. Neben einem vielseitigen Programm steht diese Gruppe bei allen Veranstaltungen ihren Mann, oder meist Frau.

 

Seit für das Rettungsabzeichen Silber der Erste Hilfe-Lehrgang benötigt wird, werden vermehrt Lehrgänge in der OG durchgeführt für: Erste Hilfe, Sofortmaßnahmen am Unfallort und Kindernothilfe mit jeweils 20 Teilnehmern.

 

Von 2000 bis 2007 wurden Papierbootregatten veranstaltet. Dabei mussten Boote, die nur aus Papier und Pappe gebaut waren, eine Stecke von ca. 100 Metern zurücklegen und dabei eine Person transportieren. Daneben gab es Schlauchbootrennen und ein großes Kinderprogramm.  

Das erste Boot, ( ein schwimmendes Moorhuhn ), steht heute noch  auf dem Schwimmmeisterhäuschen im Allwetterbad.

2006 wurde das 60jährige Jubiläum mit einem großen Empfang im DLRG-Heim und im Rahmen der alljährlichen Papierbootregatta rings um das DLRG-Heim gefeiert.

 

Danach wurde aus dieser Veranstaltung der „Tag der DLRG“, der jährlich Hunderte Festteilnehmer an den Flüggenhofsee lockt.

Es ist jedes Mal ein Spitzenereignis mit Drachenbootrennen, Beachvolleyball-Turnier, Kinderprogramm, Getränke- und Verzehrständen am Flüggenhofseestrand und abschließendem Feuerwerk. Das Ganze wird von einer Disco unterstützt.

 

Seit 2010 werden in Kooperation mit den Schulen zusätzlich für Dritt- und Viertklässler Anfängerschwimmkurse durchgeführt.

2012 wurde das Jet-Team ( das Jugendeinsatzteam ) ins Leben gerufen mit dem Ziel, Jugendliche an den zentralen Wasserrettungsdienst heranzuführen und als Wasserretter und Sanitäter auszubilden.

 

2016, im Jahr des 70jährigen Bestehens, lief das Ausbildungsprogramm wie gewohnt ab.

Für die Taucher ging es zum Wracktauchen nach Klein Waabs,

sie nahmen an einer Hubschraubergestützten Wasserrettungsübung an der Elbe teil und an zwei Wochenenden

war Wachdienst im Südseecamp Wietzendorf angesagt.

Beim Schützenfestumzug nahm die OG mit einem Festwagen teil.

 

Das 70jährige Jubiläum wurde mit einem großen Empfang und einer Bilderausstellung im Soldatenheim Munster gefeiert.

 

Die Jahresabschlussfeier fand im Center Park Bispingen statt.

 

2019 wurde die Seniorengruppe 20 Jahre alt und beging diesen Tag mit einer Rückschau bei einem gemeinsamen Frühstück.

2019 wurde die Katastrophenschutz- und schnelle Einsatzgruppe aus personellen Gründen aufgelöst und das Einsatzfahrzeug „Emma“ nach 23 Jahren an einen Liebhaber verkauft.

Im Sommer 2019 war es nach 10 erfolgreichen Jahren die letzte Jugendfreizeit in Boltenhagen

 

2020 konnte bis Februar Ausbildung betrieben werden, die Jugend nahm an den Bezirkswettkämpfen teil und feierte noch einmal Karneval, dann machte CORONA der Vereinsarbeit ein Ende.

Im September konnte die Schwimmausbildung bis zu den Herbstferien wieder aufgenommen werden, dann wurden wieder Sperren verhängt.

Im Oktober 2020 wurde ein neuer 9-Sitzer Bus beschafft.

 

Der Lockdown durch die Corona Pandemie machte alle Planungen für 2021 zunichte. Erst im Juni konnte die Anfänger- und weiterführende Schwimmausbildung aufgenommen werden.

 

Hans-Joachim Stein, der seit der Gründung am längsten amtierende Vorsitzende, hat versprochen, die 75-Jahr-Feier auf jeden Fall nachzuholen.

 

Walter Sobczak

DLRG- Ortsgruppe Munster 1946 bis 1996

Nach den Wirren des zweiten Weltkrieges ging man daran, aus dem Barackenlager Munster wieder eine Gemeinde zu schaffen und sie mit Leben zu erfüllen.
Dazu benötigte man Vereine, denn die waren und sind es, die immer wieder Impulse für das Zusammenleben in einer Gemeinde geben.
So fanden sich am 10. Juli 1946 einige beherzte Männer und Frauen zusammen und gründeten die DLRG Ortsgruppe Munster-Lager.
Der Initiator dieser Gründung, Fritz Schulze, übernahm den Vorsitz, sein Stellvertreter wurde Enno Meyer. Die Aufgaben des Technischen Leiters übernahm Heinz Engelke, unterstützt von Ingeborg Weidemann, geb. Gottlieb, Mädelleiterin und Frauenwartin und verantwortlich für die Abteilung Schwimmen.
Das Amt des Jugendwartes wurde von Gunther Kabitzsch übernommen, als Schriftführer fungierte Walter Sauer und die Geschäfte des Schatzmeisters legte man in die Hand von Karl-Alfried Rokahr.

Schwimmbäder gab es natürlich noch nicht, aber in und rings um Munster gab es genügend Wassertümpel und -teiche, die man für die Schwimmausbildung nutzen konnte.
Da waren der Feuerlöschteich in Munster und die Böttcherteiche in Breloh. Man marschierte noch geschlossen zur Ausbildung mit der DLRG-Fahne vorweg.
Die Ausbildung wurde damals durchgeführt von Ingeborg Weidemann, unterstützt von Fritz Schulze, Enno Meyer und Heinz Engelke.
Das Büro der Ortsgruppe befand sich im Gebäude Hindenburgallee, der späteren Polizeistation.
Fritz Schulze arbeitete nicht nur auf Ortsebene, er war auch engagiert im DLRG-Bezirk Lüneburger Heide und im Landesverband Niedersachsen.
Über den DLRG-Bezirk baute er einen alten Marinestützpunkt an der Ostsee um und schuf daraus das Jugend und Schulungsheim Pelzerhaken, das unseren Jungen und Mädchen von 1953 bis 1963 als Ferienlager diente, und das ihm zu Ehren nach seinem Tode im November 1956 den Namen „DLRG - Jugend- und Schulungsheim  Fritz Schulze“ erhielt.
August Dörner übernahm nun die Führung der 1956 umbenannten DLRG Kreisgruppe Munster.

Durch die Gründung der Bundeswehr ergab sich die Möglichkeit, ab 1957 einen Teil der Rettungsschwimm- und sonstigen Ausbildung im Bundeswehr-Hallenbad Faßberg durchzuführen, man war aber weiterhin auf die Teiche angewiesen.

1960 wurde in Munster das Freibad am Osterberg eröffnet
Damit war die DLRG in Munster ihrem Ziele ein wenig näher gekommen. Kinder und Jugendliche konnten nun ihre Freizeit in einem bewachten Becken genießen und auch die Bedingungen für die Schwimmausbildung hatten sich weitgehend verbessert.

Durch den Bau des Schulschwimmbeckens in der Süllbergschule 1961 konnte nun auch im Winterhalbjahr Anfängerschwimmausbildung betrieben werden.
Das Büro der Ortsgruppe hatte man inzwischen in die Pestalozzistr. 9 verlegt.
In jedem Sommer fuhren Jungen und Mädchen ins Ferienlager an die Ostsee.

1964 wurde ein Ortswechsel vorgenommen, der neue Ferienort hieß für die nächsten 5 Jahre „Priwall“.

1965 legte August Dörner aus gesundheitlichen Gründen sein Amt nieder und übergab den Vorsitz der Kreisgruppe an Enno Meyer.
Der Mitgliederbestand war inzwischen auf 700 angewachsen.
Die Arbeit der DLRG boomte. Durch die Bundeswehr kamen immer mehr neue Soldaten nach Munster, die hier ihre Schwimmprüfungen ablegten, weil sie Voraussetzung für ihre Laufbahn waren.
Durch den staatlich geförderten Wohnungsbau konnten viele Soldaten jetzt ihre Familien nachkommen lassen, und damit eine ganze Reihe von Kindern, die die Gruppen in der Anfängerschwimmausbildung füllten.
Aus dieser Zeit dürften noch vielen die DLRG-Weihnachtsfeiern in Erinnerung sein: Im Schützenhaus (jetzt Festhalle) lieferten sich alljährlich 300 bis 400 Kinder, teils mit Eltern, Kuchen-, Kaffee- und Kakaoschlachten.
Das Büro hatte man in das Haus von Kalli Hess, Ecke Lüneburger Straße und Am Park verlegt.

1969 kam für unser Ferienlager wieder ein Ortswechsel. Von jetzt an ging es für sieben Jahre nach Kiel-Kahlenberg, direkt an den Ostseestrand.
Die Jugendarbeit, die sich größtenteils auf Schwimmen und Fahrten beschränkte, weil kein Jugendheim und keine geeigneten Räumlichkeiten zur Verfügung standen, konnte

1970 einen großen Schritt nach vorn tun und mit einem erweiterten Programm aufwarten.
Munster besaß ein eigenes Jugendheim am Osterberg ( später Sozialstation und DRK-Heim ), in dem nun stundenweise Räume für Gruppen- und Bastelabende zur Verfügung standen.

1971 übernahm die Kreisgruppe die Rettungswache im Südsee-Camp Wietzendorf.
Im gleichen Jahr wurde durch die Initiative von Fritz Flade die DLRG Ortsgruppe Wietzendorf ins Leben gerufen. Durch Rettungsübungen und Tauchvorführungen im Südsee-Camp und einer anschließenden Tanzveranstaltung im Gasthaus Hartmann mit eigener DLRG-Kapelle aus Munster wurde für den Beitritt zur neuen Ortsgruppe geworben.

1972 übergab Enno Meyer den Vorsitz an seinen Stellvertreter Fritz Flade. Er selbst wurde Leiter des DLRG-Bezirks Lüneburger Heide.
Für die Rettungswache im Südsee-Camp wurde mit den Wietzendorfern gemeinsam Rettungswachausbildung betrieben:

  •    praktische Ausbildung im Freibad Munster
  •    theoretische Ausbildung in Wietzendorf.

Im gleichen Jahr wurde die Kreisgruppe Munster trotz ihrer 850 Mitglieder zur Ortsgruppe „degradiert“.
Peter Krumbiegel legte als erster Munsteraner nach zweijähriger Ausbildung seine Prüfung zum Rettungstaucher ab und war damit über Jahre hinweg der einzige Rettungstaucher im Landkreis.
Die Bundeswehr eröffnete im gleichen Jahr ihr Hallenbad in Munster und schuf damit optimale Bedingungen für unsere Ausbildung.
Jetzt konnte wetter- und jahreszeitunabhängig ausgebildet werden.
Die Brigadeschwimmausbildung wurde ins Leben gerufen.
Durch die Freigabe des Bundeswehrhallenbades für die zivile Nutzung in den Wintermonaten wurden der Ortsgruppe am Freitagabend Trainingszeiten eingeräumt. Zusätzlich dazu stand am Sonntagmorgen von 8.00 - 9.00 Uhr eine Stunde zur Verfügung, in der unsere Sonntagsriege üben konnte.
Man trainierte, nahm alljährlich an Rettungswettkämpfen des Bezirkes und anderer Ortsgruppen teil, veranstaltete Ortsmeisterschaften und fuhr, je nach Qualifikation, zu DLRG-Landesmeisterschaften.
Speziell in den 70er Jahren wurden während der Hallensaison, in der kaum Schwimmwettkämpfe ausgetragen wurden, hier in Munster Hallenhand- und –fußball-turniere veranstaltet, zu denen die Ortsgruppen des Bezirkes eingeladen waren und die sehr großen Zuspruch hatten.

1973 war die Geschäftsstelle in den Räumlichkeiten des Arbeitsamtes in der Bahnhofstraße untergebracht.

1974 veranstaltete die DLRG-Ortsgruppe Munster zusammen mit der SV Munster ein
Volksschwimmen.
Die Nachfrage nach Plätzen für das Ferienlager war so groß, dass im Sommer 1974 eine Gruppe mit 42 Jungen und Mädchen nach Borgwedel an die Schlei fuhr, während eine 20köpfige Gruppe 14 Tage in Kahlenberg verbrachte.

1975 übernahm nach dem Rücktritt von Fritz Flade Alexander Johns die Geschäfte des 1. Vorsitzenden.

1976 veranstaltete die Ortsgruppe eine Fahrradralley nach Wietzendorf, an der sich 138 Kinder beteiligten. Bei der anschließenden Siegerehrung am Lagerfeuer am Flüggenhofsee konnten über 500 Kinder und Erwachsene begrüßt werden.
1977 fuhren unsere Kinder in ein Ferienlager des Landesverbandes Nds. nach Skelde in Dänemark, das von den Munsteranern Ele Kröger und Walter Sobczak geleitet wurde .
1978 klinkte sich die Ortsgruppe in das Ferienprogramm der Stadt Munster ein und veranstaltet seitdem jährlich ein Schlauchbootfahren auf der Ilmenau.
Die Rettungswache wurde in diesem Jahr im Wechsel mit anderen Ortsgruppen im Südsee-Camp gestellt.

Am 01.09.1981 übernahm die DLRG-Ortsgruppe Munster einen 30 Quadratmeter großen Raum am Flüggenhofsee.
In den Sommern 1981 - 1983 veranstaltete die Ortsgruppe wieder eigene Ferienlager auf Priwall.

1983 wurde Rainer Pukall zum 1. Vorsitzenden gewählt.
Er gründet die DLRG-Tauchgruppe.
Fritz Schulze ( der Zweite ) wird Ehrenmitglied des Landesverbandes Nds. für seine Verdienste um den Aufbau der Jugendarbeit im Landesverband Nds. und den Jugendaustausch mit Frankreich. Zugleich wird er Ehrenmitglied und Ehrenvorsitzender des DLRG-Bezirks Lüneburger Heide.

Am 1. Juni 1984 wird das DLRG-Heim an die Ortsgruppe Munster übergeben.
Damit sind jetzt optimale Voraussetzungen für Jugendarbeit, theoretische Ausbildung und vereinsinterne Feiern geschaffen.
Am 14.12.84 veranstalteten die Taucher ein Adventsschwimmen im Flüggenhofsee.

1985 wird eine weitere Lücke in der DLRG-Arbeit geschlossen. Sabine Grupe gründet die Gruppe Warmwassergymnastik für Senioren.
Im Juni findet eine Taucheinsatzübung statt, an deren Ende eine Besprechung über die Zusammenarbeit im Katastrophenschutz stand. Der Leiter des DLRG-Bezirks Lüneburger Heide, Horst-Gerd Wenzel, hatte dazu die Polizei, Feuerwehr, DRK und das THW eingeladen.
Die Teilnahme an der Aktion „Rund um das Soldatenheim“ mit Tauchvorführungen in einem drei Meter breiten Becken war Ehrensache, zumal insgesamt 13 Chöre, etliche Spielmannszüge, einige Kapellen und sonstige Attraktionen aufgeboten waren.

1986 brannte das Haus am Flüggenhofsee ab.
Am 22. Februar 1986 nahm die Tauchergruppe am 20. Aller-Winter-Fackelschwimmen teil. Die Temperatur lag bei -17 Grad, die Teilnehmer mussten mit Glühwein wieder aufgetaut werden.
Die erste Tauchergeräteprüfung findet statt.
Am 4. Oktober 1986 startet die Ortsgruppe Munster eine Aufräumaktion im Flüggenhofsee, wobei unsere Taucher voll zum Einsatz kamen.
Im Dezember fand das erste Adventsschwimmen der Jugend im Bundeswehrhallenbad statt.

1987 wird das Haus am Flüggenhofsee wieder aufgebaut.
Vier Rettungstaucher erhalten ihre Urkunden.
Die Tauchergruppe veranstaltet ein Eistauchen im Freibad.

1988 übernimmt Albert Hees die Führung der Ortsgruppe Munster.
Am 30.07.1988 findet am und im Flüggenhofsee eine Katastrophenschutzübung der Ortsgruppen Soltau, Fallingbostel und Munster statt.

1990 wird die DLRG-Ortsgruppe Munster auf Beschluß der Jahreshauptversammlung vom 17.02.1990 ein eingetragener Verein  und nennt sich nun DLRG Ortsgruppe Munster e.V.

1994 tritt der 1. Vorsitzende zurück. Kommissarisch führte Gerd Engel die Geschäfte bis zur Jahreshauptversammlung 1995.
Die Stadt Munster richtete den „Tag der Niedersachsen“ aus. Die Ortsgruppe war mit Unterstützung des DLRG-Landesverbandes Nds. und einiger Ortsgruppen aktiv beteiligt.

1995 wurde Wolfgang Bunk von der Jahreshauptversammlung in Abwesenheit zum 1.Vorsitzenden gewählt und Gunther Kabitzsch zum Ehrenmitglied der DLRG - Ortsgruppe Munster ernannt.
Im Januar fanden die Ortsmeisterschaften statt, im Februar richtete die Ortsgruppe im Bundeswehrhallenbad die Bezirks-Rettungswettkämpfe aus.

1996 fanden genau wie im Vorjahr im Januar die Meisterschaften der Ortsgruppe statt und im Februar die Bezirks-Rettungswettkämpfe im Bundeswehrhallenbad in Munster.
Nach guten Ergebnissen nahmen gleich fünf Kinder und Jugendliche im April an den DLRG-Landesverbandswettkämpfen teil.
Im Frühjahr wurde das DLRG-Heim am Flüggenhofsee neu gestaltet und ist jetzt auch äußerlich als DLRG-Heim zu erkennen.
Die Geschäftsstelle wurde wieder ins DLRG-Heim verlegt und war an jedem Mittwoch von 17.00-19.00 geöffnet.

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