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75 Jahre DLRG Ortsgruppe Munster

gegründet am 10. Juli 1946

Nach den Wirren des zweiten Weltkrieges ging man daran, aus dem Barackenlager Munster wieder eine Gemeinde zu schaffen und sie mit Leben zu erfüllen.

Dazu benötigte man Vereine, denn die waren und sind es, die immer wieder Impulse für das Zusammenleben in einer Gemeinde geben.

So fanden sich am 10. Juli 1946 einige beherzte Männer und Frauen  zusammen und gründeten die DLRG Ortsgruppe Munster-Lager.

Die Gründungsmitglieder waren Fritz Schulze, Enno Meyer, Heinz Engelke, Ingeborg Weidemann, geb. Gottlieb, Gunther Kabitzsch, Walter Sauer und Karl-Alfried Rokahr.

Ein beheiztes Schwimmbad gab es natürlich noch nicht, aber in und rings um Munster gab es genügend Wassertümpel und -teiche, die man für die Schwimmausbildung nutzen konnte.

Da waren der Feuerlöschteich in Munster, das Militärfreibad, das Ende der 60er Jahre abgerissen wurde, die alte Militärbadeanstalt im Örtzetal, die 1915 von Kriegsgefangenen gebaut wurde und heute nur noch ein morastiger Tümpel ist und die Böttcherteiche in Breloh. Man marschierte noch geschlossen zur Ausbildung mit der DLRG-Fahne vorweg.

 

Durch die Gründung der Bundeswehr ergab sich die Möglichkeit, ab 1957 einen Teil der Rettungsschwimm- und sonstigen Ausbildung im Bundeswehr-Hallenbad Faßberg durchzuführen, man war aber weiterhin auf die Teiche angewiesen.

 

1958 konnte Munster die ersten Lehrscheininhaber beglückwünschen.

Weil der Nachweis der Schwimm- und Rettungsausbildung für den Besuch vieler Lehrgänge bei der Bundeswehr vorgeschrieben war, waren die Lehrscheininhaber der DLRG unentwegt im Einsatz.

1960 wurde in Munster das Freibad am Osterberg eröffnet.

Die Kinder und Jugendliche konnten nun ihre Freizeit in einem bewachten Becken genießen und auch die Bedingungen für die Schwimmausbildung hatten sich weitgehend verbessert.

 

Durch den Bau des Schulschwimmbeckens in der Süllbergschule 1961 konnte nun auch im Winterhalbjahr Anfängerschwimmausbildung betrieben werden, so dass bis zu 50 Kinder das Seepferdchenabzeichen erwerben konnten.

 

 

Im Sommer fuhren Jungen und Mädchen ins Ferienlager an die Ostsee. Ein alter Marinestützpunkt in Pelzerhaken diente von 1953 bis 1964  als Feriendomizil.

1965 gab es einen Ortswechsel. Der neue Ferienort hieß für die nächsten 4 Jahre „Priwall“.

Der Mitgliederbestand war inzwischen auf 700 angewachsen.

Die Arbeit der DLRG boomte. Durch die Bundeswehr kamen immer mehr neue Soldaten nach Munster. Durch den staatlich geförderten Wohnungsbau konnten viele Soldaten jetzt ihre Familien nachkommen lassen, und damit eine ganze Reihe von Kindern, die die Gruppen in der Anfängerschwimmausbildung füllten.

Weil immer mehr Ausbilder benötigt wurden, führte man vor Ort Lehrscheinlehrgänge durch.

Die Mitgliederzahl war inzwischen auf 700 angewachsen.

 

1969  gab es wieder einen Ortswechsel. Von jetzt an ging es für sieben Jahre nach Kiel-Kahlenberg, direkt an den Ostseestrand.

 

1970 bekam Munster ein eigenes Jugendheim am Osterberg (später Sozialstation und DRK-Heim ), in dem den Jugendgruppen der Stadt nun stundenweise Räume für Gruppen- und Bastelabende zu Verfügung standen.

1974 war die Nachfrage nach Plätzen für das Ferienlager so groß, dass neben Kiel-Kahlenberg eine Jugendherberge in Borgwedel an die Schlei angemietet werden musste.

 

In den Wintermonaten , wenn keine Schwimmwettkämpfe stattfanden, wurden Hand-, Volley- und Fußballturniere für die Bezirksjugend veranstaltet.

 

1977 bis 1980 ging es in Ferienlager des DLRG LV Niedersachsen nach Skelde in Dänemark und Lenste an der Ostsee.

 

1981- 1983 führte die OG wieder eigene Ferienlager auf Priwall durch.

1993 ging es in den Harz nach Torfhaus und von

1997 bis 2004 ins Zeltlager nach Schillig an der Nordsee.

2005 gab es wieder einen Abstecher nach Kiel-Kahlenberg.

Seit 2010 gibt es wieder eigene Ferienlager der Ortsgruppe in Boltenhagen an der Ostsee und Cuxhaven.

1971 bauten die OG am Baggersee im Südseecamp in Wietzendorf eine Wachstation auf, die an den Wochenenden  mit einem  Lehrscheininhaber und  vier  Rettungsschwimmern besetzten wurde. Ab 1974 bis Anfang der 90er Jahre wurde sie wechselseitig von den OG Munster, Soltau und Hermannsburg besetzt.

Da rings um Munster keine Wachstation zu besetzen war und immer noch nicht ist, stellen sich die Rettungsschwimmer für Rettungswachen an Nord- und Ostsee zur Verfügung.

 

1972 wurde Peter Krumbiegel nach 2 Jahren Ausbildung der 1. Rettungstaucher im Kreis Soltau und blieb es über mehr als zwei Jahrzehnte. Hier die wichtigsten seiner Einsätze:

2 Leichenbergungen im Südseecamp Wietzendorf, Bergung eines PKW aus dem Flüggenhofsee, Vermisstensuche im Silbersee Dethlingen, Staumauerbau beim Bruch des Elbeseitenkanals und

Bergung eines Kampfpanzers aus dem Tiefwatbecken an der Tribüne, Truppenübungsplatz Munster Süd.

 

Im gleichen Jahr wurde auch das Bundeswehr-Hallenbad eröffnet und stundenweise für die Zivilbevölkerung frei gegeben. Jetzt konnte auch im Winter Ausbildung betrieben werden. Die Sonntags- gruppe wurde gegründet.

In der Gruppe werden Kinder und Jugendliche, angefangen bei Seepferdcheninhabern, in verschiedenen Gruppen auf das nächste Schwimm- oder Rettungsabzeichen vorbereitet. Im Jahresdurchschnitt nehmen am Sonntag ca. 70 Kinder und Jugendliche teil.

Freitagstraining: wurde zunächst im Bw-Hallenbad, später auch im Freibad durchgeführt. Inzwischen findet das Training aus organisatorischen Gründen montags für die unterschiedlichen Leistungsgruppen statt.

Brigadeschwimmausbildung fand montags und mittwochs für Soldaten statt, die die Rettungsabzeichen für ihre Laufbahn brauchten.

Mitte der 70er Jahre hatte die Ortsgruppe mit 915 Mitgliedern den höchsten Mitgliederstand.

In den folgenden Jahren wurden einige Schwimmveranstaltungen durchgeführt wie z.B. Volksschwimmen 1974 zusammen mit der SVM.

Das Hauptaugenmerk lag aber auf der Anfänger-, der weiterführenden Schwimmausbildung und nicht zuletzt auf der Jugendarbeit. Man trainierte, nahm an Rettungsvergleichswettkämpfen des Bezirks und anderer Ortsgruppen teil, veranstaltete Ortsmeisterschaften und fuhr je nach Qualifikation zu DLRG – Landesmeisterschaften.

1978 klinkte sich die Ortsgruppe ins Kinderferienprogramm ein mit Schlauchbootfahren auf der Ilmenau. Später wurden die Schlauchbootfahrten durch Schnuppertauchen im Allwetterbad abgelöst.

1981 bekam die OG einen ca. 30 m2 großen Raum im Haus am Flüggenhofsee, 1984 das ganze Haus. 1986 brannte das Haus ab, wurde 1987 aber wieder aufgebaut.

  1. gründete Rainer Pukall als begeisterter Taucher die Tauchgruppe, die sich rasant entwickelte und bis zu 65 Taucher umfasste.  Damit war sie der größte und personell am stärksten besetzte Taucherstützpunkt des DLRG- Bezirks Lüneburger Heide.

Die Taucher waren unter anderem beteiligt an einer Leichenbergung im Flüggenhofsee, Leichensuche in der Ilmenau, bei Deichbrüchen und Deichsicherungen bei allen Elbehochwassern und bei Umweltschutzeinsätzen.

Als schnelle Tauchereinsatzgruppe war sie im Katastrophenschutz des Landkreises eingebunden und verfügte über 2 Lehrtaucher und Tauchlehrer, 6 Einsatztaucher, 2 Taucheinsatzführer und

8 Lehrscheininhaber und Übungsleiter

 

1984 wurde das DLRG-Heim von der Stadt Munster an die OG übergeben. Damit waren optimale Vorraussetzungen für Jugendarbeit und theoretische Ausbildung geschaffen.

 

1985 wurde die Warmwasser-Gymnastikgruppe ins Leben gerufen, die bis heute noch besteht.

 

Arbeit auf Bezirks- und Landesebene

Viele Mitglieder der OG arbeiteten aber nicht nur auf Ortsebene, sondern engagierten sich auch auf Bezirks- und Landesebene.

Am 12. Mai 1949 entstand durch Zusammenlegung der Bezirke Soltau und Lüneburg der DLRG-Bezirk Lüneburger Heide, dessen  1. Vorsitzende mit einer Unterbrechung immer von Munsteranern gestellt wurden. Und nicht nur die Vorsitzenden wurden von Munster gestellt. Viele andere Mitglieder arbeiteten auf Bezirks- und auch auf Landesebene mit: als Techn. Leiter, Schatzmeister, als Bezirksjugend-Vorsitzende und anderen Funktionen.

 

1990 wurde die OG ein eingetragener Verein und heißt seitdem „DLRG Ortsgruppe Munster e.V.“.

 

1996 wurde das DLRG-Heim neugestaltet und ist seitdem auch äußerlich als DLRG-Heim erkennbar. Inzwischen wurde eine Küche eingebaut, der Taucherraum ausgebaut, eine Garage für das Rettungsfahrzeug erstellt und daneben steht jetzt ein Carport für den 9-Sitzer-Bus.

 

Im August 1996 fand die 50Jahr-Feier der Ortsgruppe im und um das DLRG-Heim statt mit einem großen Programm für alle Altersgruppen.

 

Für die Senioren, die aus Alters- oder Gesundheitsgründen nicht mehr in der Schwimm- und Rettungsausbildung eingesetzt werden konnten, wurde im November 1999 die DLRG-Seniorengruppe gegründet. Neben einem vielseitigen Programm steht diese Gruppe bei allen Veranstaltungen ihren Mann, oder meist Frau.

 

Seit für das Rettungsabzeichen Silber der Erste Hilfe-Lehrgang benötigt wird, werden vermehrt Lehrgänge in der OG durchgeführt für: Erste Hilfe, Sofortmaßnahmen am Unfallort und Kindernothilfe mit jeweils 20 Teilnehmern.

 

Von 2000 bis 2007 wurden Papierbootregatten veranstaltet. Dabei mussten Boote, die nur aus Papier und Pappe gebaut waren, eine Stecke von ca. 100 Metern zurücklegen und dabei eine Person transportieren. Daneben gab es Schlauchbootrennen und ein großes Kinderprogramm.  

Das erste Boot, ( ein schwimmendes Moorhuhn ), steht heute noch  auf dem Schwimmmeisterhäuschen im Allwetterbad.

2006 wurde das 60jährige Jubiläum mit einem großen Empfang im DLRG-Heim und im Rahmen der alljährlichen Papierbootregatta rings um das DLRG-Heim gefeiert.

 

Danach wurde aus dieser Veranstaltung der „Tag der DLRG“, der jährlich Hunderte Festteilnehmer an den Flüggenhofsee lockt.

Es ist jedes Mal ein Spitzenereignis mit Drachenbootrennen, Beachvolleyball-Turnier, Kinderprogramm, Getränke- und Verzehrständen am Flüggenhofseestrand und abschließendem Feuerwerk. Das Ganze wird von einer Disco unterstützt.

 

Seit 2010 werden in Kooperation mit den Schulen zusätzlich für Dritt- und Viertklässler Anfängerschwimmkurse durchgeführt.

2012 wurde das Jet-Team ( das Jugendeinsatzteam ) ins Leben gerufen mit dem Ziel, Jugendliche an den zentralen Wasserrettungsdienst heranzuführen und als Wasserretter und Sanitäter auszubilden.

 

2016, im Jahr des 70jährigen Bestehens, lief das Ausbildungsprogramm wie gewohnt ab.

Für die Taucher ging es zum Wracktauchen nach Klein Waabs,

sie nahmen an einer Hubschraubergestützten Wasserrettungsübung an der Elbe teil und an zwei Wochenenden

war Wachdienst im Südseecamp Wietzendorf angesagt.

Beim Schützenfestumzug nahm die OG mit einem Festwagen teil.

 

Das 70jährige Jubiläum wurde mit einem großen Empfang und einer Bilderausstellung im Soldatenheim Munster gefeiert.

 

Die Jahresabschlussfeier fand im Center Park Bispingen statt.

 

2019 wurde die Seniorengruppe 20 Jahre alt und beging diesen Tag mit einer Rückschau bei einem gemeinsamen Frühstück.

2019 wurde die Katastrophenschutz- und schnelle Einsatzgruppe aus personellen Gründen aufgelöst und das Einsatzfahrzeug „Emma“ nach 23 Jahren an einen Liebhaber verkauft.

Im Sommer 2019 war es nach 10 erfolgreichen Jahren die letzte Jugendfreizeit in Boltenhagen

 

2020 konnte bis Februar Ausbildung betrieben werden, die Jugend nahm an den Bezirkswettkämpfen teil und feierte noch einmal Karneval, dann machte CORONA der Vereinsarbeit ein Ende.

Im September konnte die Schwimmausbildung bis zu den Herbstferien wieder aufgenommen werden, dann wurden wieder Sperren verhängt.

Im Oktober 2020 wurde ein neuer 9-Sitzer Bus beschafft.

 

Der Lockdown durch die Corona Pandemie machte alle Planungen für 2021 zunichte. Erst im Juni konnte die Anfänger- und weiterführende Schwimmausbildung aufgenommen werden.

 

Hans-Joachim Stein, der seit der Gründung am längsten amtierende Vorsitzende, hat versprochen, die 75-Jahr-Feier auf jeden Fall nachzuholen.

 

Walter Sobczak

 

Liebe Mitglieder und Freunde der DLRG Ortsgruppe Munster e.V.,

sicher haben Sie auch schon gehört, ab dem 04. Juni 2021 darf unser Allwetterbad wieder öffnen. Auch wir haben uns über diese Nachricht gefreut. Wir wurden in der Zwischenzeit von der Leitung des Bades in die entsprechend notwendigen Schutzauflagen vor Ort eingewiesen.Dabei ist uns aber deutlich geworden, dass die notwendigen und gegenwärtig noch unabänderlichen Sicherheitsmaßnahmen wie zum Beispiel

  • die notwendige Anzahl an Erwachsenen für die Begleitung der Kinder während der Einlassphase,
  • die begrenzte Anzahl der Umkleidebereiche,
  • die begrenzte Anzahl der Duschen
  • den begrenzten Aufenthalts- und Sitzbereiche im Bad,
  • die eingeschränkte Nutzung des Schwimmbeckens

Wir sind derzeitig in der Planung, wie wir den wiedereinstieg in die Ausbildung / Training umsetzen. Sobald wir unser Konzept umsetzen, werden sie es hier auf der Homepage erfahren.

Nutzen Sie das Allwetterbad unter den gegebenen Auflagen, haben Sie wieder Spaß am Schwimmen. Achten Sie aber bitte alle auf die noch notwendigen Schutzmaßnahmen und bleiben Sie vor Allem gesund.

Ihre DLRG Ortsgruppe Munster e.V.

Ausbildung / Training unter Corona Bedingungen
Bald geht es wieder los. Wir sind derzeitig in der Planung. :-))
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Derzeitig unter Corona Bedingungen nicht geplant!

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